Der Mühlenhauer


Schon lange ist bekannt, daß im gesamten Rheingebiet von der jüngeren Steinzeit bis
in unser Jahrhundert aus dem Vulkangestein des Laacher-See-Gebiets Getreidereiben und Mühlsteine gefertigt wurden. Schon zur Zeit der Römer waren die Vorzüge der "Mayener Basaltlava" bereits bekannt. Das durch Gaseinbindung stark poröse Material war leicht zu bearbeiten, hatte selbstschärfende Eigenschaften und gab nur sehr wenig Gesteinsstaub ab, was einen großen Vorteil gegenüber "zahnfressendem" Granit oder Sandstein darstellte.

So gelangten die begehrten Basaltlava-Mühlen über Jahrhunderte bis in die entlegensten Winkel Europas. Selbst die Wikinger bezogen ihre Mühlsteine als Rohlinge aus der Eifel, wie zahlreiche Funde in der Wikinger-Handelsmetropole Haithabu zeigen.

Als Mitglied der römischen Auxiliarkohorte COH VII RAET beschäftige ich mich mit der Rekonstruktion römischer und mittelalterlicher Getreidemühlen.

Durch die Steinmetzausbildung bei meinem Freund, dem Steinmetzmeister Hans Loosen aus Mendig, bin ich in der Lage, den Stein mit altem Werkzeug so zu bearbeiten, daß die von Hand hergestellten Mühlen den antiken Fundstücken bis auf den "Hieb" gleichen.

Außerdem gehört in der jüngsten Zeit das Herstellen von Inschriften und Weihesteinen sowie das Schmieden von authentischem Werkzeug zu meinem Handwerk

Auf Wunsch kann selbst eine stationäre pompejianische Mühle oder eine Marmorsäge gezeigt werden.

 

Kuno Menchen
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Text © K. Menchen

 

RÖMISCHER VICUS
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